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Zusammenarbeit – Gebot der Stunde!

Mit der Ablehnung der Fusion im Raum Sursee wurde zu dieser Frage Klarheit geschaffen. Dennoch sind grundsätzliche Überlegungen zum (regional-)politischen „wie weiter“ unausweichlich.

In sachpolitischer Hinsicht ist dabei ein konstruktives Miteinander besonders wichtig. Dies verdeutlichen etwa die anstehenden Herausforderungen im Umwelt-, Energie- und Klimabereich. National- und Ständerat haben Ja gesagt zum etappenweisen Ausstieg aus der Kernenergie. Als fortschrittliche und nachhaltigkeitsorientierte Partei hat die CVP zusammen mit ihrer Bundesrätin Doris Leuthard die entsprechenden Akzente gesetzt. Nun geht es an die Umsetzung: auf allen Ebenen und vor Ort. Das unnachgiebige Verteidigen einzelner Interessenspositionen ist dabei weder beim Natur- und Heimatschutz, noch bei den Energieunternehmen oder bei den Konsumenten und der Wirtschaft hilfreich. Wir werden nur Erfolg haben, wenn wir gesamtheitlich denken und die Interessen ganzer Regionen nicht aus den Augen verlieren.

 

Die gehäufte Medienberichterstattung und innovative Einzelprojekte von Firmen, Verbänden und Privatpersonen wiederspiegeln das vorhandene Potential. Initiativen wie „Surentaler Energie“, „Genossenschaft Windenergieanlage Diegenstal“, „Energiegenossenschaft Wauwil“ oder regionale Biogasanlagen sind beste Beispiele dafür. Dass das Thema bewegt, zeigen auch Veranstaltungen, wie jene des regionalen Entwicklungsträgers Sursee-Mittelland zum Energiestadt-Label oder die Energie Akademie des KKLB Beromünster. Letztere startete vergangene Woche mit dem Thema „Photovoltaik in der Landwirtschaft“ in eine spannende Kursreihe.

 

Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung unserer schönen Region gilt es die verschiedenen Bedürfnisse und Vorstellungen über ihre Weiterentwicklung zu berücksichtigen. Gelingt es uns, den vorhandenen Schwung optimal und nachhaltig zu nutzen? Eine prosperierende, sich im Aufschwung befindende Region, bringt auch Herausforderungen mit sich. Dieser Lebens(t)raum darf nicht ausschliesslich finanzstarken Unternehmungen und vermögenden Privatpersonen zugänglich sein, sondern muss auch für KMU’s und finanziell weniger gut gestellte Personenkreise attraktiv bleiben. Damit auch der Mittelstand und die Familien an diesem Erfolg partizipieren können, bedarf es einer Politik der Ausgewogenheit. Neben Wirtschaft und Ökologie gilt es mehr denn je den Menschen, mithin das soziale Element, nicht zu vergessen. Eine massvolle, qualitative Entwicklung ist unbedachtem Wachstum vorzuziehen und eine zukunftsgewandte, verlässliche und von der breiten Bevölkerung mitgetragene Politik unerlässlich. Als ländlich geprägte und auch in urbanen Gebieten breit verankerte Volkspartei mit 100-jähriger Geschichte, will die CVP zusammen mit anderen konstruktiven Kräften das Beste dazu beitragen. Dabei gilt es zu bedenken, dass gerade die Zersplitterung der Parteienlandschaft in der sogenannten „neuen Mitte“, diesem gemeinsamen Weiterkommen nur beschränkt zuträglich sein und insbesondere die Stadt-Land-Diskussion verschärfen könnte. Wie wichtig die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren und ein zeitweiliges Zusammenraufen über die Parteigrenzen hinweg ist, zeigt sich indessen nicht nur in Fragen der Raumplanung und der Energiepolitik, sondern verdeutlichte auch die Budgetdebatte im Kantonsparlament.

 

Packen wir sie an, die (regional-)politischen Herausforderungen - gemeinsam statt einsam!

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